In diesem Artikel statten wir der Innenstadt Freetowns einen Besuch ab

Einmal in die Innenstadt Freetowns zu fahren lohnt sich auf jeden Fall. So ein buntes Chaos habe ich selten gesehen…:-)
Überall fahren Okadas (Rollertaxis), Autos und LKWs durcheinander, Verkehrsregeln scheint es hier nicht wirklich zu geben…oder wenn doch, dann würde die Regel lauten: „Der Stärkere gewinnt!“

Transport:
Um in die Stadt zu kommen, eignet sich am besten ein Taxi. Okadas sind am schnellsten, da sie sich durch den Verkehr durchschlängeln können, allerdings sind diese auch nicht so ganz ungefährlich…bald sollen die Rollertaxis sogar aus der Innenstadt verbannt werden, da es viele Verkehrsunfälle wegen ihnen gibt. Eine Fahrt mit dem Okada muss man aber meiner Meinung nach mal unternommen haben, das ist einfach ein Erlebnis 🙂
Autotaxis hingegen sind sicherer, brauchen dagegen aber auch länger, da sie im Verkehrsstau steckenbleiben.

Zeitplanung:
Für die Fahrt in die Innenstadt kommt es natürlich darauf an, von wo ihr herfahrt, grundsätzlich gilt aber, viel Zeit einzuplanen ist kein Fehler. Der Stau ist wirklich unglaublich, am schlimmsten ist er um die Mittagszeit und gegen Abend. Am besten ist es, ihr fahrt morgens los und seit bis 15/16 Uhr wieder raus aus der Stadt.

Cotton Tree:
Der berühmte jahrhundertealte Baumwollbaum ist ein Wahrzeichen der Stadt Freetown. Er ist ein Zeichen der Geschichte: Dieser Baum war das Erste, was befreite britische Sklaven sahen, als sie nach Sierra Leone heimkehrten. Sie hielten einen Dankesgottesdienst an diesem Baum ab, um ihrem Gott für die Befreiung aus der Sklaverei zu danken. Heute ist dieser Baum einer der ältesten Baumwollbäume der ganzen Welt und ragt mit seinen Ästen majestätisch über Freetown.

National Museum:
Ein Besuch des National Museum lohnt sich allemal! Für umgerechnet 5€ erhält man eine geführte Tour von 2 Stunden. In einem ersten Raum lassen sich alte historische Masken und religiöse Materialien betrachten. Diese gehören jeweils zu verschiedenen in Sierra Leone wohnenden Völkern, so erfährt man nebenbei auch sehr viel über den Kulturmix, der in Sierra Leone zusammenkommt. Der zweite Raum ist komplett der Geschichte der Sklaverei in Sierra Leone gewidmet: Stelltafeln berichten über den Beginn der Sklaverei, markante historische Orte und auch darüber, wo auch heute noch Sklaverei herrscht.

Markt:
Die Innenstadt Freetowns ist eigentlich ein einziger Markt. Überall am Straßenrand bauen die Menschen ihre Stände auf und verkaufen alles, was man sich nur vorstellen kann: wunderschöne Tücher, Haushaltsgegenstände wie Töpfe und Geschirr, Früchte, Gewürze, sonstige Lebensmittel wie Fleisch, Gemüse, Gewürze und natürlich Reis, Shampoo, Seifen,….etc. Hier findet man wirklich alles. Kleiner Tipp: Atayah Coffee wird in vielen Buden getrunken, das ist ein chinesischer, sehr starker Kaffee. Will man etwas sehr Typisches auf dem Markt in Freetown machen, dann sollte man sich eine Tasse Atayah Coffee gönnen 🙂

Nun wünschen wir euch viel Spaß in Freetown und dass ihr nicht von einem Okada überfahren werdet 🙂

Kategorien: Freetown

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